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Präsentation mit KI erstellen: der Weg, der wirklich funktioniert

Zuletzt aktualisiert: Juli 2026

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Eine Präsentation mit KI erstellst du am besten, indem du nicht nach PowerPoint fragst, sondern HTML und CSS bauen lässt. Eine .pptx ist ein verschachteltes Dateiformat für Handarbeit, HTML dagegen ein Regelwerk, das die KI konsequent anwendet. Am Ende druckst du das Deck im Browser als PDF, in exakter PowerPoint-Foliengröße. Rechne beim ersten Mal mit rund zwei Stunden, weil du dabei dein Designsystem aufbaust. Ab dem dritten Deck bist du schneller als vorher.

Kurz vorweg

Du willst nicht achtzehn Minuten lesen, sondern heute noch ein Deck bauen. Die vier Prompts zum Kopieren stehen weiter unten, und die komplette Anleitung gibt es als PDF, ohne Formular und ohne Mailadresse.

Maik Schwede

Maik Schwede

Unternehmer. Ein Unternehmen aufgebaut, verloren, danach wieder eines aufgebaut. Sein Arbeitsalltag läuft mit KI-Systemen, die er selbst aufgesetzt hat und per Sprachnachricht steuert. Damit entstehen Websites, Videos, vertonte Artikel und ganze Arbeitsabläufe. Dieser Artikel zeigt einen kleinen Ausschnitt davon.

Präsentation mit KI erstellen: links ein Stapel unsauberer PowerPoint-Ausdrucke, rechts drei saubere Folien aus dem HTML-Workflow

Warum scheitert „Bau mir eine Präsentation mit KI“ so oft?

Weil du der KI ein Dateiformat abverlangst, das nie für Maschinen gedacht war. Das Problem sitzt nicht im Prompt und nicht im Tool, sondern im Format. Wer stattdessen HTML und CSS bauen lässt, bekommt ein Ergebnis, das er punktuell korrigieren und beim nächsten Mal wiederverwenden kann.

Was passiert, wenn du der KI einfach ein Thema zuwirfst?

Du kennst die Situation. Übermorgen ist der Termin, die Unterlagen fehlen, und du machst das, was alle machen: Du öffnest ein KI-Tool und tippst „Bau mir eine Präsentation über X“.

Was rauskommt, ist entweder langweilig oder kaputt. Meistens beides.

Ich habe das Problem lange gar nicht gehabt. Meine Präsentationen baue ich von Anfang an über mein eigenes System, über einen KI-Assistenten, der meine Designregeln kennt und sie auf jedes Deck anwendet, und hielt das schlicht für normal. Bis in Gesprächen mehrfach kam: „Was ist das denn für eine Präsentation, die ist ja mega." Meine Antwort war jedes Mal dieselbe: Die hat mein Agent gebaut.

Da ist mir erst klar geworden, worin der Unterschied liegt. Mein Agent hat die Folien nie in einem Format gebaut, das für Handarbeit gedacht ist. Er hat sie so gebaut, wie eine Maschine nun mal arbeitet, nämlich als Code. Und genau deshalb sahen sie besser aus. Wer dagegen von der KI eine PowerPoint verlangt, zwingt sie in ein Format, das nie für sie entworfen wurde. Es redet nur keiner drüber, weil es sich anfühlt, als hätte man es selbst nicht richtig hinbekommen.

Über dieses Thema wird gern geschrieben, es sei der heilige Gral, an dem sich alle die Zähne ausbeißen. Ich drehe den Satz um. Gelöst ist es längst, nur nicht an der Stelle, an der die meisten suchen. Nicht im nächsten Präsentations-Tool, das man abonnieren kann, sondern eine Ebene tiefer: in der Frage, in welchem Format eine Maschine überhaupt vernünftig arbeiten kann.

Denn das ist der Kern. Wir verlangen von der KI ein Dateiformat, das für menschliche Handarbeit gebaut wurde, und wundern uns dann über das Ergebnis. Falscher Prompt, falsches Tool, zu wenig Geduld, all das ist es nicht. Es ist ein technisches Problem, und deshalb hat es auch eine technische Lösung.

Der Ausweg klingt erstmal nach einem Umweg: Du lässt die KI nicht PowerPoint bauen, sondern Code. Genauer gesagt HTML und CSS. Am Ende kommt trotzdem ein PDF raus, das du verschicken kannst. Nur ist der Weg dahin ein völlig anderer, und die Qualität auch.

Bei mir läuft dieser Ablauf im Tagesgeschäft, und ganz ehrlich, er ist der einfachste Teil davon. Nach demselben Prinzip entstehen hier Videos, komplette Websites, vertonte Artikel, Systeme, die weiterarbeiten, während ich woanders bin. Wie dieses Setup aussieht, habe ich in meinem Artikel über KI-Agenten für Solo-Unternehmer aufgeschrieben. Gemessen daran sind ein paar Folien ein Kindergeburtstag.

Genau deshalb fange ich damit an. Folien sind der Einstieg, an dem du das Prinzip begreifst. Wer es einmal verstanden hat, wendet es auf alles andere an.

Dieser Artikel ist die Anleitung dazu. Kein Theorie-Vortrag, sondern der Ablauf, den du morgen früh nachbauen kannst. Mit Prompts zum Kopieren, mit den Stellen, an denen es typischerweise schiefgeht, und mit einer Checkliste am Ende.

Welche Rolle übernimmt die KI und welche bleibt bei dir?

Drei Dinge macht die Maschine gut: ausformulieren, layouten, Code schreiben. Entscheiden gehört nicht dazu. Die Kernbotschaft, die Auswahl der Argumente und das Urteil, ob eine Folie trägt, bleiben bei dir. Diese Trennung ist der Unterschied zwischen einem Deck, das nach dir klingt, und einem, das nach Software klingt.

Eine Sache vorweg: Die KI übernimmt hier die Mitte. Nicht den Anfang, nicht das Ende. Was du sagen willst, wem du es sagst und ob das Ergebnis gut ist, bleibt deine Arbeit. Wer das an die Maschine abgibt, bekommt genau den austauschbaren Einheitsbrei zurück, über den sich alle beschweren.

Warum scheitert die KI technisch an deiner PowerPoint?

Eine .pptx ist kein Dokument, sondern ein Paket aus einzelnen XML-Dateien, die sich gegenseitig referenzieren. Die KI muss gleichzeitig Inhalt denken, Folien gestalten und dieses Paket korrekt beschreiben, ohne zu sehen, was dabei auf der Folie landet. Deshalb kommt Baukasten-Optik heraus oder gebrochenes Layout.

Ich fange mit der Technik an, weil das Verständnis dafür den Rest der Anleitung erklärt.

Was steckt wirklich in einer .pptx-Datei?

Eine .pptx-Datei sieht aus wie ein Dokument. Ist sie aber nicht. Sie ist ein Paket. Wenn du eine .pptx entpackst, findest du keinen zusammenhängenden Text, sondern einen Haufen einzelner XML-Dateien, die sich gegenseitig referenzieren.

Microsoft beschreibt das in der eigenen Entwicklerdokumentation so: Ein PresentationML-Dokument wird nicht als ein großer Block in einer einzigen Datei gespeichert. Stattdessen liegen die Funktionsgruppen in getrennten Teilen, und für jede einzelne Folie entsteht eine eigene XML-Datei.

Dazu kommen Slide Master, Slide Layout, Theme, Notes Master, Handout Master, dazu Medien, dazu die Beziehungsdateien, die festlegen, welcher Teil auf welchen anderen zeigt. Damit eine Präsentation überhaupt gültig ist, müssen mindestens presentation, sldMaster, sldLayout, sld und theme sauber zusammenspielen.

Welche drei Aufgaben soll die KI gleichzeitig lösen?

Und jetzt stell dir vor, was die KI leisten soll.

Sie soll dein Thema verstehen. Sie soll daraus eine Dramaturgie entwickeln. Sie soll die Folien gestalten, also Hierarchie, Weißraum, Typografie, Rhythmus, Reduktion. Und sie soll das Ergebnis in ein verschachteltes Dateiformat schreiben, das für die manuelle Bearbeitung durch Menschen gebaut wurde. Alles gleichzeitig, ohne dabei sehen zu können, was auf der Folie passiert.

Das ist, als würdest du einen Architekten bitten, ein Haus zu entwerfen, und ihm dabei die Augen verbinden und nur einen Bleistift geben, mit dem er Koordinaten diktieren darf.

Deshalb landest du in einem von zwei Ergebnissen. Entweder das Tool spielt auf Nummer sicher, dann bekommst du formal korrekte Folien, die aussehen wie aus dem Baukasten. Oder das Tool wird ambitionierter, dann brechen Abstände, Schriftgrößen und Bildlogik auseinander, und du reparierst zwei Stunden lang, was du in einer Stunde selbst gebaut hättest.

Wann ist PowerPoint trotzdem das richtige Endformat?

Ich will hier nicht gegen PowerPoint predigen. In vielen Firmen ist die .pptx das Arbeitsformat, weil vier Leute daran weiterarbeiten und Folien untereinander tauschen. Dann brauchst du .pptx. Punkt.

Die Frage ist nur, ob das bei dir wirklich der Fall ist. In sehr vielen Situationen soll überhaupt niemand die Datei bearbeiten. Du zeigst sie, du schickst sie hinterher, fertig. Für diesen Fall ist die .pptx nur noch Gewohnheit, kein Bedarf.

Und wenn es kein Bedarf ist, kannst du der KI ein Format geben, mit dem sie deutlich besser arbeitet.

Warum ist HTML das bessere Format, wenn die KI Folien bauen soll?

Weil HTML und CSS ein Regelwerk sind, kein Bastelergebnis. Farbwerte, Schriftgrößen, Abstände und Druckregeln stehen als Text im Code und gelten damit für jede Folie gleich. Die KI kann das Ergebnis in der Vorschau sehen, du kannst einzelne Zeilen korrigieren, und dein Designsystem lässt sich beim nächsten Deck wiederverwenden.

Präsentation mit KI erstellen: fertiges HTML-Deck im Browser, dunkelblaue Folie mit Akzentlinie
Das fertige Deck ist eine einzige HTML-Datei, die im Browser läuft. Genau daraus entsteht später das PDF.

Was ändert sich im Alltag, wenn du ein Regelwerk statt eines Ergebnisses vorgibst?

Der entscheidende Unterschied zu PowerPoint ist nicht technische Eleganz. Er ist praktischer Natur.

Bei einer .pptx steuerst du das Ergebnis. Du sagst „mach es schön“ und hoffst.

Bei HTML und CSS gibst du ein Regelwerk vor. Farbwerte, Schriftgrößen-Skala, Abstandsraster, Komponenten, Druckregeln. Die KI wendet dieses Regelwerk an, und zwar konsequent auf jede Folie, weil es als Text im Code steht und nicht als Gefühl im Prompt.

Das ist der eigentliche Hebel. Nicht das Format, sondern die Tatsache, dass Geschmack plötzlich schreibbar wird.

Das Muster dahinter: Alles, was du bei der Arbeit mit KI im Kopf behältst, ist verloren. Alles, was du aufschreibst, ist ein Werkzeug. Designlogik, Qualitätsmaßstäbe, Storystruktur, deine Marotten. Solange das im Kopf bleibt, korrigierst du bei jedem Durchlauf von vorne. Sobald es geschrieben steht, korrigierst du einmal und profitierst hundertmal davon.

Drei praktische Vorteile kommen dazu.

  • Du siehst sofort, was passiert. HTML rendert im Browser. Die meisten KI-Oberflächen zeigen dir das Ergebnis direkt in einer Vorschau. Bei Claude heißen diese Vorschauen Artifacts, und einseitige HTML-Seiten sind ausdrücklich einer der unterstützten Typen. Voraussetzung ist, dass in den Einstellungen die Code-Ausführung freigeschaltet ist.
  • Du kannst punktuell korrigieren. „Die Zahlen auf Folie 7 sind zu klein“ führt zu einer Änderung an einer CSS-Zeile, nicht zu einem kompletten Neubau des Decks.
  • Du kannst das Regelwerk wiederverwenden. Beim nächsten Deck startest du nicht bei null, sondern mit deinem Designsystem.

PowerPoint oder HTML: Was passt zu welchem Fall?

Beide Wege haben ihre Berechtigung. Die Frage ist nicht, welches Format besser ist, sondern was mit der Datei danach passiert.

Kriterium KI baut .pptx KI baut HTML und CSS
Was die KI schreibt Paket aus verschachtelten XML-Teilen Eine Textdatei mit Struktur und Regeln
Sichtkontrolle beim Bauen Keine, die KI schreibt blind Vorschau im Browser, sofort sichtbar
Korrektur an einer Folie Oft Neubau des ganzen Decks Eine CSS-Zeile ändern
Gestaltung über alle Folien Driftet ab Folie 5 auseinander Tokens gelten für jede Folie gleich
Wiederverwendung Jedes Deck fängt bei null an Guideline plus Tokens, ein Designsystem
Endformat .pptx, direkt bearbeitbar PDF, exakt 33,867 mal 19,05 cm
Richtig, wenn mehrere Leute die Folien weiterbearbeiten du zeigst, verschickst und niemand editiert

Welche KI brauchst du für diesen Weg?

Jedes Modell, das drei Dinge beherrscht: sauberes HTML und CSS erzeugen, eine lange Datei am Stück ausgeben, ohne mittendrin abzubrechen, und einzelne Stellen nachbessern, statt bei jeder Korrektur von vorn anzufangen. Wer das kann, funktioniert. Alles andere ist Geschmack.

Ich arbeite mit Claude, weil die HTML-Vorschau direkt im Chat sitzt. Anthropic führt einseitige HTML-Seiten ausdrücklich als unterstützten Artifact-Typ auf, und über die Skills lässt sich eine Design-Guideline als wiederverwendbare Arbeitsanweisung hinterlegen. Bei ChatGPT übernimmt Canvas dieselbe Rolle: OpenAI beschreibt in der eigenen Hilfe zu Canvas, dass HTML- und React-Code direkt in der Oberfläche gerendert wird. Beide Wege führen zum selben Ergebnis.

Jetzt der wichtige Teil: Das ist eine Momentaufnahme vom Juli 2026 und keine Rangliste. Welches Modell in einem halben Jahr die saubersten Folien baut, weiß heute niemand, und ich schreibe hier keinen Namen fest, an dem du in zwei Jahren noch klebst. Das Verfahren aus diesem Artikel hängt an keinem Anbieter. Deine Guideline ist eine Markdown-Datei, deine Folienarchitektur eine Tabelle, dein Deck eine HTML-Datei. Alle drei kannst du an jedes andere Modell weiterreichen, ohne etwas neu aufzubauen. Genau das unterscheidet diesen Weg von einem Generator, in dem deine Decks liegen bleiben.

Prüf ein Modell deshalb selbst, statt dich auf einen Namen zu verlassen. Zwei Fragen reichen:

  • Hält es die Länge durch? Fünfzehn Folien plus Tokens, Komponenten und Druckregeln ergeben eine lange Datei. Bricht die Ausgabe in der Mitte ab, ist das Modell für diesen Weg nicht zu gebrauchen.
  • Korrigiert es punktuell? „Auf Folie 7 die Zahlen größer“ muss zu einer Änderung an einer Stelle führen, nicht zu einem kompletten Neubau des Decks.

Lass dir zum Ausprobieren eine einzige Folie im Zielformat bauen. Wenn die sitzt, sitzen auch fünfzehn.

Wie erstellst du eine Präsentation mit KI in vier Schritten?

Vier Schritte, immer in dieser Reihenfolge: Designreferenz in eine Guideline zerlegen, Folienarchitektur ohne Design festlegen, das Deck als HTML bauen lassen, Korrekturen als Regeln zurückschreiben. Der Mensch steht am Anfang und am Ende, die KI arbeitet in der Mitte. Wer Schritt 2 überspringt, zahlt das später doppelt.

1

Referenz zerlegen

Aus einem Vorbild wird eine Design-Guideline mit Farben, Typo-Skala, Komponenten und CSS-Tokens.

2

Architektur denken

Kernbotschaft, Dramaturgie in fünf bis sieben Stationen, Folientabelle. Noch kein Design.

3

Code bauen lassen

Erst Bauplan zeigen lassen, dann Tokens, Grundlayout, Druckregeln, Komponenten, zuletzt die Folien.

4

Zurückschreiben

Konkretes Feedback geben und jede dauerhafte Korrektur als Regel in die Guideline übernehmen.

Schritt 1: Wie zerlegst du eine Designreferenz?

Fang nicht mit einer leeren Folie an. Fang mit einer visuellen Referenz an.

Das kann fast alles sein: ein Deck, das dir gefällt, deine eigene Website, eine Landingpage, ein PDF-Report, ein Brand Guide, ein Screenshot. Wichtig ist nur, dass die Wirkung stimmt, die du treffen willst.

Die KI soll daraus nicht kopieren. Sie soll die Logik dahinter ableiten und in eine Guideline schreiben, die du danach jedes Mal wiederverwendest. Welche Farben, in welchem Verhältnis, mit welchen Regeln. Welche Schriftgrößen, in welchen Sprüngen. Wie viel Weißraum. Wo sitzt der Footer. Wie sieht eine Karte aus, wie ein Badge, wie eine Tabelle.

Das Ergebnis speicherst du als Markdown-Datei ab. Diese Datei ist ab jetzt dein Designsystem.

Ein Tipp aus der Praxis: Lass dir am Ende der Guideline sogenannte Design-Tokens ausgeben. Das sind CSS-Variablen für Farben, Schriftgrößen, Abstände, Radien und Schatten. Die kann die KI im nächsten Schritt eins zu eins in den Code übernehmen, und du hast eine zentrale Stelle, an der du später alles änderst.

Wie bekommst du dein Corporate Design in die Guideline?

Wenn du eine Marke hast, nimm als Referenz nicht das schöne fremde Deck, sondern dein eigenes Material: Brand Guide als PDF, Logo-Datei, deine Website, ein Screenshot der Startseite. Daraus leitet die KI Hausfarben mit Hex-Werten, Schriftschnitte, Abstandsraster und Logoregeln ab. Dein Corporate Design steht danach als Text in einer Datei statt als Gefühl in deinem Kopf.

Ein technischer Punkt gehört gleich an diese Stelle, weil er später Ärger spart. Die Ein-Datei-Regel aus Prompt-Baustein 3 verbietet externe Schriften und CDN-Verweise. Deine Hausschrift ist damit nur verfügbar, wenn sie auf dem Rechner installiert ist oder als Base64 in der Datei steckt. Für alle anderen Fälle gehört in die Guideline eine Fallback-Kette: welche Systemschrift einspringt und wie die Typo-Skala dann aussieht. Wer das erst beim PDF-Export merkt, baut das halbe Deck neu.

Das Ziel ist eine Guideline pro Marke, nicht eine pro Deck. Markenkonsistenz entsteht nicht dadurch, dass du bei jedem Termin an die Hausfarben erinnerst, sondern dadurch, dass sie irgendwo geschrieben stehen.

Schritt 2: Warum musst du erst denken und dann bauen?

Hier passiert der häufigste Fehler, und er kostet die meiste Zeit.

Die meisten Leute lassen die KI direkt Folien bauen, obwohl die Präsentation noch gar nicht gedacht ist. Dann sitzt du vor 18 hübschen Folien und merkst, dass die Argumentation nicht trägt. Jetzt kannst du entweder alles wegwerfen oder dich in die Aussage einer Präsentation reinfummeln, die schon fertig aussieht. Beides schlecht.

Trenne deshalb sauber. In diesem Schritt entsteht kein Design, sondern Architektur.

Was du brauchst:

  • die Kernbotschaft in einem Satz, also das, was hängenbleiben soll, wenn alles andere vergessen ist
  • eine Dramaturgie in fünf bis sieben Stationen
  • eine Tabelle aller Folien mit Nummer, Titel, Kernaussage, Visual-Idee und Folientyp
  • pro Folie die Funktion im roten Faden, also warum diese Folie überhaupt existiert
  • ein Briefing für den Bau-Schritt

Wenn eine Folie keine Funktion im roten Faden hat, fliegt sie raus. Diese eine Regel spart dir bei jedem Deck drei bis fünf Folien.

Wie machst du aus einem vorhandenen Dokument ein Deck?

Der häufigste Fall in der Praxis ist nicht die leere Idee, sondern ein Text, den es schon gibt. Ein Angebot, eine Studie, ein Protokoll, ein langer Artikel, ein Transkript. Häng die Datei an den Architektur-Prompt und sag dazu, dass daraus die Folienarchitektur entstehen soll und noch keine Folien.

Die Reihenfolge bleibt dieselbe: erst Struktur, dann Design. Sonst bekommst du ein hübsch gesetztes Dokument mit Folienrändern drumherum.

Eine Warnung gehört dazu, und sie ist wichtiger, als sie klingt. Ein zwanzigseitiges Dokument wird nicht zu zwanzig Folien. Ein Dokument darf man zweimal lesen, eine Folie sieht das Publikum einmal für neunzig Sekunden. Verlang deshalb ausdrücklich eine Auswahl und keine Übersetzung. Frag, welche drei Aussagen tragen und was ersatzlos wegfällt. Wenn die KI alles behalten will, war deine Frage zu weich gestellt.

Schritt 3: Wie lässt du das Deck als Code bauen?

Jetzt wird gebaut. Die KI bekommt drei Eingaben: die Design-Guideline aus Schritt 1 inklusive der CSS-Tokens, die Folienarchitektur aus Schritt 2 und das Briefing, das am Ende von Schritt 2 entstanden ist.

Und dann kommt der Teil, der über die Qualität entscheidet: Die KI darf nicht sofort losschreiben.

Lass sie erst einen Plan machen. Welche Folientypen werden gebraucht. Welche Komponenten. Welche Folie nutzt welchen Typ. Wo droht Ärger, weil zu viel Text auf eine Folie soll oder weil ein Element beim PDF-Export brechen wird.

Dieser Vorab-Plan dauert dreißig Sekunden und verhindert das, was sonst passiert: Die KI baut Folie 1 bis 4 schön, erfindet ab Folie 5 neue Abstände, und ab Folie 9 sieht das Deck aus wie von zwei verschiedenen Leuten.

Erst nach dem Plan entsteht Code, und zwar in dieser Reihenfolge: Design-Tokens als CSS-Variablen, Grundlayout der Folie, Komponenten, Folientypen, Druckregeln. Die einzelnen Folien kommen ganz zum Schluss. Wenn das Fundament steht, sind die Folien nur noch das Ausfüllen von Vorlagen.

Woher kommen die Bilder und Diagramme?

Aus dem Code, wann immer es geht. Zahlenkacheln, Balken, Fortschrittsringe, Zeitstrahlen, Prozessketten, Vergleichstabellen: Das baut CSS direkt in der Folie, ohne eine einzige Bilddatei. Es passt zur Ein-Datei-Regel, bleibt im PDF gestochen scharf und lässt sich mit einer Zeile ändern.

Icons nimmst du als Inline-SVG, also als Code im HTML statt als Verweis auf eine Datei. Fotos sind der Sonderfall. Sie brauchen einen Pfad, und ein Pfad widerspricht der einen Datei. Entweder du bettest sie als Base64 ein, was die Datei groß macht, oder du verzichtest bewusst darauf. Bei den meisten Business-Decks ist der Verzicht die bessere Entscheidung.

Eine Regel folgt direkt aus dem Rest dieses Artikels: Ein Diagramm, dessen Werte sich die KI ausgedacht hat, ist schlimmer als gar kein Diagramm. Es sieht nach Beleg aus und ist keiner. Jede Achse, jeder Balken, jede Prozentzahl kommt aus deiner Quelle, sonst fliegt das Diagramm raus.

Schritt 4: Wie schreibst du das Gelernte zurück?

Du schaust dir das Ergebnis an und gibst Feedback. Konkret, nicht als Gefühl. „Die Überschrift auf Folie 3 hat zu wenig Luft nach unten“ bringt dich weiter als „wirkt gedrängt“.

Nach zwei, drei Runden kommt der Schritt, den fast alle auslassen: Lass die KI die Korrekturen als Regeln in deine Guideline zurückschreiben.

Wenn du bei jedem Deck sagen musst, dass Zahlen größer gesetzt werden sollen, dann gehört das nicht in den nächsten Prompt, sondern als Regel in die Datei. Beim zehnten Deck sagst du nichts mehr, weil alles drinsteht.

Das ist der Punkt, an dem der Aufwand kippt. Das erste Deck kostet dich mehr Zeit als der alte Weg. Das dritte kostet weniger. Ab dem fünften ist es nicht mehr vergleichbar.

So läuft das bei mir

Diesen letzten Schritt mache ich nicht mehr von Hand. Meine Guideline liegt bei meinem Assistenten als feste Arbeitsanweisung, und beim nächsten Deck gilt sie von selbst. Genau das ist der Unterschied zwischen einem Trick, den du kennst, und einem System, das ihn anwendet, auch wenn du gerade woanders bist.

Ansehen, wie mein Assistent arbeitet

Wie überarbeitest du eine bestehende Präsentation mit KI?

Indem du sie nicht reparierst, sondern als Vorlage benutzt. Exportier das alte Deck als PDF, häng es an und lass die KI daraus zwei Dinge ableiten: die Folienarchitektur, also was inhaltlich drinsteht und in welcher Reihenfolge, und die Gestaltungslogik als Guideline. Danach läuft der normale Vier-Schritte-Weg.

Das klingt nach Umweg und ist trotzdem der kürzere. Eine bestehende .pptx direkt bearbeiten zu lassen bringt dich zurück in genau das Problem, um das es in diesem Artikel geht: Die KI schreibt blind in ein verschachteltes Paket, ohne zu sehen, was auf der Folie passiert.

Zwei Fälle kommen dabei am häufigsten vor.

Das Deck ist inhaltlich gut, sieht aber alt aus. Dann brauchst du nur eine neue Guideline und behältst die Architektur. Lass die Folientabelle aus dem alten Deck ableiten, geh sie einmal durch, und bau das Deck mit deinem aktuellen Designsystem neu.

Das Design passt, aber die Argumentation trägt nicht. Der häufigere Fall, und der unangenehmere. Hier hilft kein Werkzeug, hier hilft Schritt 2. Lass dir zu jeder vorhandenen Folie die Funktion im roten Faden benennen. Bei den Folien, für die keine Funktion genannt werden kann, hast du deine Antwort.

In beiden Fällen gilt derselbe Vorbehalt: Zahlen aus dem alten Deck sind nicht automatisch noch richtig. Prüf sie gegen die Quelle, bevor sie in die neue Version wandern.

Welche Prompt-Bausteine kannst du direkt kopieren?

Vier Bausteine, die du direkt übernehmen kannst. Ersetze die Platzhalter in eckigen Klammern.

Baustein 1: Designreferenz zerlegen

Analysiere die beigefügte Designreferenz und leite daraus eine
Design-Guideline für HTML-Präsentationen ab.

Wichtig: Nichts kopieren. Ich will die dahinterliegende Logik,
nicht das Original.

Regeln für deine Antwort:
- Jede Aussage als konkrete Regel mit Wert, nicht als Beschreibung.
  Also "Abstand zwischen Headline und Body: 24 px" statt
  "großzügiger Abstand".
- Wenn du etwas aus der Referenz nicht erkennen kannst, markiere es
  ausdrücklich als Annahme. Nicht raten.

Liefere als Markdown mit diesen Abschnitten:
1. Wirkung in einem Satz, dazu 3 bis 5 Merkmale, an denen man diesen
   Stil erkennt
2. Farbpalette mit Hex-Werten, Einsatzregeln und ausdrücklichen No-Gos
3. Typografie-Skala: H1, H2, Body, Label, Zahlen. Größe,
   Schriftschnitt, Zeilenhöhe, Laufweite
4. Layoutsystem: Seitenverhältnis, Raster, Außenabstände,
   Weißraumregeln, Kopf- und Fußzeile
5. Komponenten: Karte, Badge, Tabelle, Zitat, Kennzahl. Jeweils
   Aufbau und Regeln
6. Bildsprache: Icons, Fotos, Illustrationen, Diagramme
7. 6 bis 10 Folientypen mit Zweck, Layout und visueller Logik
8. 10 harte Regeln, die nie gebrochen werden dürfen
9. Qualitätscheckliste zum Abhaken
10. CSS-Tokens als :root-Variablen für Farben, Typografie,
    Abstände, Radien, Schatten, Linien

Baustein 2: Folienarchitektur

Du bist Präsentationsarchitekt. Wir bauen noch keine Folien,
wir bauen die Struktur.

Kontext:
- Thema: [THEMA]
- Zielgruppe: [WER SITZT IM RAUM, WAS WEISS DIE PERSON SCHON,
  WAS INTERESSIERT SIE]
- Ziel: [WAS SOLL NACH DER PRÄSENTATION PASSIEREN]
- Gewünschte Wirkung: [WIE SOLL SICH DIE ZIELGRUPPE FÜHLEN]
- Dauer: [MINUTEN]
- Vorhandene Inhalte: [ZAHLEN, TEXTE, QUELLEN, ANHÄNGE]
- Design-Guideline: [DATEI ANHÄNGEN]

Liefere:
1. Kernbotschaft in einem Satz. Das, was hängenbleibt, wenn alles
   andere vergessen ist.
2. Dramaturgie in 5 bis 7 Stationen mit jeweils einer Zeile, was
   diese Station beim Publikum auslöst.
3. Folientabelle mit den Spalten: Nummer, Titel, Kernaussage in einem
   Satz, Visual-Idee, Folientyp aus der Guideline, Funktion im roten
   Faden.
4. Ein HTML-Briefing für den nächsten Schritt: welche Folientypen
   und Komponenten gebraucht werden und wo es beim Layout eng wird.

Harte Regeln:
- Maximal [ANZAHL] Folien.
- Jede Folie braucht eine Funktion im roten Faden. Wenn du keine
  benennen kannst, streich die Folie und sag mir warum.
- Erfinde keine Zahlen. Wenn eine Aussage eine Zahl braucht, die ich
  nicht geliefert habe, schreib [ZAHL FEHLT] hin.

Baustein 3: HTML-Deck bauen

Bau aus den drei Anhängen eine HTML-Präsentation:
Design-Guideline, Folienarchitektur, HTML-Briefing.

Schritt 1, bevor du Code schreibst:
Zeig mir einen Plan. Welche Folientypen brauchst du, welche
Komponenten, welche Folie nutzt welchen Typ, und wo siehst du
Risiken bei Textmenge, Layout oder PDF-Export. Warte auf mein OK.

Schritt 2, nach meinem OK, in dieser Reihenfolge:
1. CSS-Tokens aus der Guideline als :root-Variablen
2. Grundlayout einer Folie plus Druckregeln
3. Komponenten
4. Folientypen
5. Erst dann die einzelnen Folien

Technische Vorgaben:
- Eine einzige HTML-Datei, alles inline. Keine externen Skripte,
  keine externen Schriften, keine CDN-Verweise.
- Jede Folie ist ein eigenes Element mit fester Größe im
  Verhältnis 16:9.
- Druck-CSS von Anfang an mitdenken:
  @page { size: 338.67mm 190.5mm; margin: 0; }
  Ein Seitenumbruch nach jeder Folie.
  print-color-adjust: exact, damit Flächen erhalten bleiben.
- Kein Text darf über den Folienrand hinauslaufen. Wenn eine Folie
  zu voll wird, sag mir das, statt die Schrift kleiner zu machen.
- Sprechernotizen: Leg unter jede Folie einen eigenen Block
  <aside class="notes"> mit meinen Notizen. Blende ihn in der
  Bildschirmansicht per Klasse ein oder aus und im Druck
  grundsätzlich aus:
  @media print { .notes { display: none; } }
  Erfinde keine Notizen. Wenn ich keine geliefert habe, leg den
  Block leer an.
- Keine Inhalte erfinden. Was nicht in der Architektur steht, kommt
  auch nicht auf die Folie.

Baustein 4: Feedback in die Guideline zurückschreiben

Wir haben jetzt [ANZAHL] Korrekturrunden hinter uns.

Geh die Änderungen durch, die ich verlangt habe, und schreib sie
als dauerhafte Regeln in die Design-Guideline zurück.

Für jede Regel:
- Wo genau sie in der Guideline hingehört
- Der neue oder geänderte Regeltext, konkret mit Wert
- Wenn sie eine bestehende Regel ersetzt: welche und warum

Nimm nur Korrekturen auf, die grundsätzlich gelten. Einmalige
Änderungen für dieses eine Deck bleiben draußen. Wenn du dir bei
einer Korrektur nicht sicher bist, ob sie grundsätzlich oder
einmalig war, frag mich.

Alle vier Bausteine stehen zusammen mit dem Workflow, den Druckeinstellungen und der Checkliste in einem Dokument. Kein Formular, keine Mailadresse, direkter Download.

Alle vier Prompts als PDF mitnehmen

Wie wird aus dem HTML ein PDF, das du verschicken kannst?

Über den Druckdialog im Browser. Ziel auf „Als PDF speichern“, Layout Querformat, Ränder auf „Keine“, Hintergrundgrafiken aktiviert, Skalierung auf Standard. Kann dein KI-Tool Dateien erzeugen, reicht auch die Ansage, es soll das PDF direkt bauen. Beides bleibt auf deinem Rechner.

Das Deck steht im Browser. Jetzt brauchst du etwas, das du anhängen kannst.

Kann die KI das PDF direkt bauen?

Wenn dein KI-Tool Code ausführen und Dateien erzeugen darf, sag ihm einfach, es soll ein PDF bauen. Das funktioniert, kostet dich einen Satz, und für ein einzelnes Deck reicht es völlig aus.

Kann dein Tool das nicht, geht es über den Browser.

Welche Einstellungen braucht der Druckdialog?

  1. HTML-Datei herunterladen und im Browser öffnen
  2. Drucken aufrufen (Strg+P beziehungsweise Cmd+P)
  3. Ziel auf „Als PDF speichern“ stellen
  4. Layout auf Querformat
  5. Ränder auf „Keine“
  6. Hintergrundgrafiken aktivieren
  7. Skalierung auf Standard belassen
  8. Speichern

Warum müssen die Ränder auf „Keine“ stehen?

Punkt 5 ist wichtig, und hier wird oft falsch beraten. Bei einem randlosen 16:9-Deck erzeugen Standardränder weiße Rahmen und eine Verkleinerung der Folie. Das Framework reveal.js, das seit Jahren HTML-Präsentationen macht, gibt in der eigenen Dokumentation genau diese Kombination vor: Ziel „Als PDF speichern“, Layout Querformat, Ränder „Keine“, Hintergrundgrafiken an. reveal.js weist außerdem darauf hin, dass der Export nur in Google Chrome bestätigt funktioniert. Wenn dein PDF also seltsam aussieht, probier es zuerst in Chrome, bevor du am Code suchst.

Warum verschwinden Hintergrundfarben beim Drucken?

Punkt 6 hat einen technischen Grund. Browser dürfen beim Drucken standardmäßig sparen. Sie lassen Hintergrundbilder weg und passen Textfarben an, damit es auf weißem Papier gut lesbar ist. Für ein Dokument ist das sinnvoll, für ein Deck mit dunklen Flächen eine Katastrophe. Deshalb gehört im CSS print-color-adjust: exact an die richtigen Stellen, und im Dialog der Haken bei den Hintergrundgrafiken.

Wie kommen Sprechernotizen ins Deck?

In dieselbe Datei. Prompt-Baustein 3 verlangt eine einzige HTML-Datei, also bekommt jede Folie einen eigenen Notizblock direkt darunter. Am Bildschirm blendest du ihn über eine Klasse ein und aus, für den Druck schaltest du ihn hart ab:

.notes {
  display: none;
}

.deck--notizen .notes {
  display: block;
}

@media print {
  .notes { display: none; }
}

Folie und Notiz liegen damit an einer Stelle, im PDF erscheint nur die Folie. Kein zweites Dokument, das man beim nächsten Umbau vergisst.

Willst du eine echte Referentenansicht, also Notizen und nächste Folie auf einem zweiten Bildschirm, führt der Weg über reveal.js und sein Notes-Plugin. Notizen hängen dort als aside-Element an der Folie oder stehen in einem data-notes-Attribut, und mit der Einstellung showNotes landen sie sogar im PDF-Export, auf Wunsch auf einer eigenen Seite hinter der Folie. Der Preis steht in derselben Dokumentation: Das Plugin ist ein zusätzliches Skript, damit fällt die Ein-Datei-Regel. Für ein Deck, das du nur verschickst, lohnt der Tausch selten. Für einen Vortrag, den du wirklich hältst, oft schon.

Was passiert mit deinen Daten bei diesem Weg?

Das fertige Deck verlässt deinen Rechner nicht. Die HTML-Datei liegt lokal, der PDF-Export läuft im Druckdialog deines eigenen Browsers, es gibt keinen Anbieter, der eine Kopie behält. Was sehr wohl beim Modellanbieter landet, ist alles, was du in den Prompt schreibst. Diese Trennung solltest du kennen, bevor du anfängst.

Bei einem Cloud-Generator gibt es diese Trennung nicht. Dort tippst du dein Thema ein, das Deck entsteht auf einem fremden Server und wird von dort exportiert. Bei diesem Weg existiert dieser Server nicht. Der Browser, der das PDF erzeugt, ist deiner.

Ehrlich bleibt die andere Hälfte. Der Inhalt geht durch das Modell. Wenn du in Schritt 2 Umsatzzahlen, eine Bewertung, Kundennamen oder eine unveröffentlichte Strategie in den Architektur-Prompt schreibst, hast du genau diese Informationen an einen Anbieter übermittelt. Ob er sie speichert, wie lange, und ob auf ihnen trainiert wird, steht in seinen Bedingungen und in den Einstellungen deines Kontos. Das liest man einmal, statt es zu raten.

Wie gehst du mit vertraulichen Zahlen um?

Mit Platzhaltern. Für ein Pitch-Deck mit echten Werten lässt du Struktur und Code mit [UMSATZ 2025], [KUNDE A] und [BEWERTUNG] bauen. Die Guideline, die Folienarchitektur und das HTML brauchen die echten Zahlen nicht, um zu funktionieren. Die setzt du zum Schluss selbst in die Datei ein, auf deinem Rechner. Das kostet zehn Minuten und nimmt die ganze Frage vom Tisch.

Der Nebeneffekt: Platzhalter zwingen dich, jede Zahl einzeln anzufassen. Genau dabei fällt auf, wenn eine davon nicht mehr stimmt.

Sind Online-Converter eine gute Idee?

Es gibt viele Seiten, die HTML in PDF umwandeln, kostenlos und in zehn Sekunden. Für einen Blogbeitrag ist das in Ordnung. Für ein Pitch-Deck mit Umsatzzahlen, für eine interne Strategie oder für Kundenmaterial lädst du damit vertrauliche Informationen auf einen fremden Server, über dessen Umgang mit deinen Daten du nichts weißt.

Der Druckdialog in deinem eigenen Browser kostet dich zwanzig Sekunden mehr und verlässt deinen Rechner nicht.

Damit nichts falsch verstanden wird: Das ist die Beschreibung eines Datenwegs, keine Rechtsberatung und kein Siegel. Ob dein konkreter Fall sauber ist, entscheidet nicht das Dateiformat, sondern was du hineinschreibst und welche Verträge dein Unternehmen mit dem Anbieter hat. Bei sensiblen Themen ist das eine Frage für den Datenschutzbeauftragten.

Wenn dich an dieser Stelle weniger die Folien interessieren als die Frage, welche Daten überhaupt durch welches Modell laufen dürfen, dann bist du bei dem Thema angekommen, das hinter dem ganzen Artikel steckt. Der Unterschied ist nicht das Dateiformat. Der Unterschied ist, ob KI bei dir ein Chatfenster ist oder ein System auf deinem eigenen Server, das deine Regeln kennt.

Wie ein eigener Assistent aufgebaut ist

Welche Foliengröße braucht ein PDF in PowerPoint-Format?

Für exakte PowerPoint-Maße setzt du im CSS 338,67 mal 190,5 Millimeter, das entspricht dem Breitbild-Format mit 13,333 mal 7,5 Zoll. Achte auf die zweite 16:9-Einstellung in PowerPoint, die deutlich kleiner misst. Muss am Ende doch eine bearbeitbare .pptx entstehen, führt der Weg über Marp, allerdings mit klaren Einschränkungen.

Welche Foliengröße entspricht PowerPoint?

Wenn du willst, dass dein PDF exakt die Maße einer PowerPoint-Folie hat, nimm diese Werte. Microsoft gibt für das Widescreen-Format 13,333 mal 7,5 Zoll an, also 33,867 mal 19,05 Zentimeter.

Im CSS sieht das so aus:

@page {
  size: 338.67mm 190.5mm;
  margin: 0;
}

.folie {
  width: 338.67mm;
  height: 190.5mm;
  break-after: page;
  print-color-adjust: exact;
}

Eine Falle nebenbei: PowerPoint kennt zwei Einstellungen mit dem Verhältnis 16:9. „Bildschirmpräsentation (16:9)“ misst 10 mal 5,625 Zoll, „Breitbild“ misst 13,333 mal 7,5 Zoll. Gleiches Verhältnis, unterschiedliche Fläche. Microsoft empfiehlt Breitbild, weil mehr Platz für Inhalt bleibt.

Was tun, wenn es doch eine .pptx sein muss?

Manchmal führt kein Weg daran vorbei, weil ein Kunde die Datei bearbeiten will. Dann gibt es einen dokumentierten Umweg über Marp, ein Open-Source-Werkzeug, das Markdown in HTML, PDF und PowerPoint umwandelt und dafür intern einen Chromium-Browser nutzt.

npx @marp-team/marp-cli@latest deck.md -o deck.pptx

Sei dir dabei über eine Einschränkung im Klaren, und die steht so in der offiziellen Dokumentation: Das erzeugte PPTX besteht normalerweise aus vorgerenderten Hintergrundbildern. Die Inhalte lassen sich in PowerPoint also nicht bearbeiten oder weiterverwenden. Es gibt zusätzlich eine Option für editierbare PPTX-Dateien, die ist aber ausdrücklich als experimentell markiert, braucht LibreOffice Impress als zusätzliche Installation, unterstützt keine Sprechernotizen, und das Marp-Team schreibt selbst, dass es davon abrät, wenn das Aussehen der Folien wichtig ist.

Meine ehrliche Empfehlung: Wenn wirklich jemand die Folien bearbeiten muss, bau sie von Anfang an in PowerPoint. Wenn nicht, bleib bei HTML und schick ein PDF.

Welche Fehler kosten dich am meisten Zeit?

Acht Fehler tauchen immer wieder auf. Die teuersten passieren vor der ersten Folie: bauen lassen, bevor die Argumentation steht, und Geschmack als Gefühl statt als Wert weitergeben. Der gefährlichste kommt zum Schluss: Zahlen ungeprüft übernehmen, die sich die KI ausgedacht hat.

Welche Fehler passieren vor dem Bauen?

Du lässt bauen, bevor gedacht ist. Der teuerste Fehler von allen. Wenn du die Struktur überspringst, korrigierst du später am fertigen Design herum, statt vorher zwei Sätze umzustellen.

Du gibst Geschmack als Gefühl weiter. „Mach es hochwertiger“ ist keine Anweisung, das ist ein Wunsch. „Headline 44 Punkt statt 36, Abstand nach unten verdoppeln, maximal drei Bullets pro Folie“ ist eine Anweisung.

Du sammelst deine Korrekturen nicht ein. Wenn du beim fünften Deck dieselben drei Dinge korrigierst wie beim ersten, arbeitest du für die KI statt mit ihr. Zurückschreiben in die Guideline, immer.

Welche Fehler passieren beim Bauen?

Du denkst den Druck erst am Ende mit. Das Deck sieht im Browser perfekt aus, und im PDF ist plötzlich alles verrutscht. Druckregeln gehören ins Fundament, nicht in die Nachbesserung.

Du lässt zu viel Text auf eine Folie. Die KI wird versuchen, dir zu gefallen, und die Schrift verkleinern, bis alles passt. Dann steht 14-Punkt-Text auf einer Folie, die aus zehn Metern Entfernung gelesen werden soll. Gib in den Prompt hinein, dass sie bei Platzmangel meckern soll, statt zu schrumpfen.

Du prüfst die Zahlen nicht. KI erfindet Zahlen, wenn du sie nicht lieferst, und sie erfindet sie überzeugend. Jede Zahl auf einer Folie muss aus deiner Quelle stammen. Jede. Wenn dich jemand im Termin auf eine Zahl festnagelt, die die KI sich ausgedacht hat, ist der Rest der Präsentation egal.

Welche Fehler passieren danach?

Du baust jedes Mal ein neues Designsystem. Der Punkt des ganzen Vorgehens ist die Wiederverwendung. Eine Guideline, viele Decks. Wenn du für jedes Thema eine neue Referenz zerlegst, hast du den Aufwand ohne den Ertrag.

Du erwartest, dass es beim ersten Mal schneller geht. Tut es nicht. Der erste Durchlauf kostet dich rund zwei Stunden, weil du die Guideline aufbaust. Ab dem dritten Deck holst du das zurück. Wer das nicht weiß, hört nach dem ersten Versuch auf und erzählt danach, dass KI für Präsentationen nichts taugt.

Welche Checkliste hakst du vor dem Versand ab?

Sechs Blöcke mit 29 Punkten, vom ersten Gedanken bis zur abgelegten Guideline. Wer die durchgeht, spart sich die meisten Korrekturrunden.

Vor dem Start

  • Designreferenz ausgewählt, die die gewünschte Wirkung trifft
  • Guideline als Markdown-Datei abgelegt, mit CSS-Tokens am Ende
  • Zielgruppe in ganzen Sätzen beschrieben, nicht als Schlagwort
  • Ziel formuliert: Was soll nach dem Termin passieren
  • Eigene Zahlen, Quellen und Texte gesammelt und bereitgelegt

Struktur

  • Kernbotschaft steht in einem Satz
  • Dramaturgie in 5 bis 7 Stationen
  • Jede Folie hat eine benannte Funktion im roten Faden
  • Folien ohne Funktion sind gestrichen
  • Keine Folie hat mehr als eine Kernaussage
  • Alle Zahlen haben eine Quelle, nichts steht als Platzhalter drin

Bau

  • Die KI hat einen Vorab-Plan geliefert, bevor sie Code geschrieben hat
  • Design-Tokens stehen als CSS-Variablen an einer Stelle
  • Druckregeln stehen im Fundament, nicht nachträglich
  • Eine Datei, alles inline, keine externen Abhängigkeiten
  • Seitenumbruch nach jeder Folie gesetzt

Prüfung

  • Kein Text läuft über den Folienrand
  • Schriftgrößen sind aus zehn Metern Entfernung lesbar
  • Abstände sind über alle Folien gleich
  • Zahlen und Namen gegen die Originalquelle geprüft
  • Umlaute und Sonderzeichen werden korrekt dargestellt
  • Deck einmal komplett laut durchgesprochen, nicht nur angeschaut

Export

  • PDF erzeugt, Querformat, Ränder auf Keine
  • Hintergrundgrafiken sichtbar
  • Jede Folie liegt auf genau einer Seite, keine leeren Seiten
  • PDF auf einem zweiten Gerät geöffnet und geprüft
  • Dateiname trägt Datum und Version

Danach

  • Korrekturen als Regeln in die Guideline zurückgeschrieben
  • Guideline versioniert abgelegt, damit der nächste Start schneller geht

Diese 29 Punkte zum Abhaken stehen zusammen mit dem Rest der Anleitung im PDF. Praktisch, wenn du sie beim nächsten Deck neben dem Bildschirm liegen haben willst.

Cover des Praxis-Guides Präsentationen mit KI

Praxis-Guide als PDF

Die ganze Anleitung neben dem Bildschirm

Workflow, alle vier Prompt-Bausteine, die Druckeinstellungen und die Checkliste in einem Dokument. Kein Formular, keine Mailadresse, direkter Download.

Anleitung mitnehmen, ohne Formular
Maik Schwede am Schreibtisch, auf dem Monitor eine mit KI erstellte Präsentationsfolie
So sieht das bei mir aus: eine Folie im Browser, gebaut nach der eigenen Guideline.

Wie viel Zeit spart dieser Weg wirklich?

Keine Prozentzahl, weil es dafür keine belastbare Quelle gibt. Belegen lässt sich die Richtung: Das erste Deck kostet dich mehr Zeit als der alte Weg, das dritte weniger, ab dem fünften ist es nicht mehr vergleichbar. Der Grund steckt darin, wie sich die Arbeit im Ablauf neu verteilt.

Wohin verschiebt sich der Aufwand?

Ich schreibe hier bewusst keine Prozentzahl hin, wie viel Zeit du sparst. Solche Zahlen kursieren, aber ich habe keine belastbare Quelle dafür gefunden, und ich schreibe nichts hin, was ich nicht belegen kann.

Was ich dir sagen kann, ist die Struktur der Ersparnis, und die ist wichtiger als eine Prozentzahl.

Der Aufwand verschiebt sich. Nach vorne, in das Aufschreiben deines Geschmacks. Und nach hinten, in die Prüfung, ob das Ergebnis wirkt. Der Teil dazwischen, das Ausformulieren, das Layouten, das Ausrichten von 40 Textkästen, verschwindet weitgehend.

Genau dieser mittlere Teil ist der, den niemand von uns gerne macht und der trotzdem die meisten Stunden frisst. Der Teil, den du behältst, ist der, für den man dich eigentlich bezahlt: zu wissen, was gesagt werden muss, und zu erkennen, ob es angekommen ist.

Wo lohnt sich das Prinzip außerhalb von Folien?

Wenn du mit KI Folien bauen willst, hör auf, in PowerPoint zu denken. Die Sprache der Modelle ist Code, und dein Job ist es, ihnen beizubringen, was du für gut hältst.

Und dann hör bei den Folien nicht auf. Das Muster aus diesem Artikel, Geschmack aufschreiben, die Maschine im richtigen Format bauen lassen, Korrekturen in eine Guideline zurückschreiben, funktioniert genauso für ein Video, für eine Landingpage, für vertonte Texte, für eine ganze Kette von Aufgaben, die dir bisher Stunden weggenommen hat. Wie das bei mir konkret aussieht, steht in meinem Artikel über meinen persönlichen KI-Assistenten. Präsentationen sind die kleinste Übung davon. Sie sind nur die, an der man es am schnellsten lernt.

Der gleiche Gedanke steckt hinter dem, was ich über Sichtbarkeit für Google und KI-Systeme geschrieben habe: Was nur im Kopf existiert, kann keine Maschine verwerten. Was strukturiert aufgeschrieben ist, wird gelesen, angewendet und zitiert. Bei Folien ist es das Designsystem, bei Webseiten sind es Schema-Markup und klare Antworten. Dasselbe Prinzip, anderes Format.

Quellen und weiterführende Links

Jede technische Aussage in diesem Artikel ist an der Primärquelle geprüft. Hier sind die Belege, damit du selbst nachlesen kannst.

Stand der Prüfung aller Links und Angaben: Juli 2026. Preise und Funktionsumfänge von KI-Werkzeugen ändern sich schnell. Deshalb stehen hier bewusst keine Anbieterpreise. Prüf sie beim Anbieter selbst, bevor du eine Entscheidung triffst.

Häufige Fragen zu Präsentationen mit KI

Die Fragen, die mir dazu am häufigsten gestellt werden, kurz beantwortet.

Kann KI eine komplette PowerPoint-Präsentation erstellen?

+

Technisch ja, gut meistens nein. Eine .pptx ist ein Paket aus verschachtelten XML-Dateien, das für manuelle Bearbeitung gebaut wurde. Die KI schreibt blind hinein, ohne zu sehen, was auf der Folie passiert. Das Ergebnis ist entweder Baukasten-Optik oder gebrochenes Layout.

Warum werden KI-Präsentationen so oft unbrauchbar?

+

Weil drei Aufgaben gleichzeitig verlangt werden: Inhalt denken, Folien gestalten, ein sperriges Dateiformat bedienen. Das ist kein Prompt-Problem, sondern ein Formatproblem. Gib der KI HTML und CSS, dann fällt die dritte Aufgabe weg und die Qualität steigt sofort.

Wie lasse ich eine Präsentation als HTML bauen?

+

In vier Schritten: Designreferenz in eine Guideline mit CSS-Tokens zerlegen, danach die Folienarchitektur ohne Design festlegen, dann die KI erst einen Bauplan zeigen lassen und erst danach Code schreiben, zum Schluss Korrekturen als Regeln in die Guideline zurückschreiben.

Wie wird aus einer HTML-Präsentation ein PDF?

+

Über den Druckdialog im Browser: Ziel auf „Als PDF speichern“, Layout Querformat, Ränder auf „Keine“, Hintergrundgrafiken aktivieren, Skalierung auf Standard. reveal.js gibt genau diese Kombination vor und weist darauf hin, dass der Export bestätigt nur in Google Chrome funktioniert.

Welche Foliengröße entspricht dem PowerPoint-Breitbild?

+

Microsoft gibt für Breitbild 13,333 mal 7,5 Zoll an, also 33,867 mal 19,05 Zentimeter. Im CSS entspricht das der Regel „@page size: 338.67mm 190.5mm; margin: 0“. Achtung: Die zweite 16:9-Option in PowerPoint misst nur 10 mal 5,625 Zoll.

Kann ich aus HTML eine bearbeitbare .pptx machen?

+

Nur eingeschränkt. Marp wandelt Markdown in PPTX um, das Ergebnis besteht laut offizieller Dokumentation aber normalerweise aus vorgerenderten Hintergrundbildern. Die editierbare Variante ist ausdrücklich experimentell. Wenn wirklich jemand die Folien bearbeiten muss, bau sie von Anfang an in PowerPoint.

Brauche ich Programmierkenntnisse dafür?

+

Nein. Du schreibst den Code nicht, die KI schreibt ihn. Deine Arbeit besteht aus Entscheidungen: Welche Wirkung, welche Botschaft, welche Folie fliegt raus. Der einzige technische Handgriff ist das Öffnen der HTML-Datei im Browser und der Druckdialog.

Wie lange dauert das erste Deck mit dieser Methode?

+

Rund zwei Stunden, weil du dabei einmalig die Guideline aufbaust. Das dritte Deck kostet deutlich weniger Zeit, ab dem fünften ist es nicht mehr vergleichbar. Wer nach dem ersten Versuch aufhört, erzählt danach, dass KI für Präsentationen nichts taugt.

Kann ich mir das einrichten lassen, statt es selbst zu bauen?

+

Ja. Guideline, Prompt-Kette und Deck-Vorlage lassen sich einmal fest bei einem eigenen KI-Assistenten hinterlegen, der danach jedes weitere Deck baut. So arbeite ich selbst. Wie so ein Assistent aufgebaut ist, steht auf der Seite zu KIRA. Wer es selbst machen will, braucht nur diesen Artikel.

Welche KI eignet sich für Präsentationen als HTML?

+

Jede, die sauberes HTML und CSS am Stück ausgibt und dir das Ergebnis als Vorschau zeigt. Claude kann das über Artifacts, ChatGPT über Canvas, beides steht in der jeweiligen Dokumentation. Stand Juli 2026. Prüf den aktuellen Stand selbst nach, das Feld bewegt sich schnell.

Sind mit KI erstellte Präsentationen DSGVO-konform?

+

Das entscheidet nicht das Format, sondern der Inhalt deines Prompts. Was du in den Chat schreibst, geht an den Anbieter. Das fertige Deck bleibt lokal: HTML-Datei auf deinem Rechner, PDF über den Druckdialog im eigenen Browser, kein Upload. Bei sensiblen Fällen frag deinen Datenschutzbeauftragten.

Kann ich mit KI eine bestehende Präsentation überarbeiten?

+

Ja. Exportier das alte Deck als PDF, lass die KI daraus Struktur und Gestaltungslogik ableiten und bau es als HTML neu auf. Du reparierst damit nicht die alte Datei, du überträgst den Inhalt in ein Format, in dem die KI überhaupt sauber arbeiten kann.

Kann ich mein Corporate Design in die KI-Präsentation übernehmen?

+

Ja, genau dafür ist die Design-Guideline da. Hausfarben als Hex-Werte, Typo-Skala, Logoregeln und Abstandsraster stehen als CSS-Tokens in einer Datei, und die KI wendet sie auf jede Folie an. Eine Guideline pro Marke, nicht pro Deck, dann bleibt die Markenkonsistenz erhalten.

Was kostet es, Präsentationen mit KI zu erstellen?

+

Preise stehen hier bewusst nicht, sie ändern sich zu schnell. Wissen solltest du: Dieser Weg braucht kein zusätzliches Präsentations-Tool und kein Abo für einen Generator. Browser und Druckdialog liegen auf deinem Rechner. Bezahlt wird allein der Zugang zum KI-Modell, das du ohnehin nutzt.

Wem gehört eine mit KI erstellte Präsentation?

+

Das regelt jeder Anbieter in seinen eigenen Nutzungsbedingungen. Lies dort nach, bevor du ein Deck kommerziell einsetzt. Praktisch wichtiger ist der andere Punkt: Bei diesem Weg kommen Kernbotschaft, Struktur, Texte und Zahlen von dir. Die KI formuliert aus und layoutet.

Kann ich aus einem PDF oder Word-Dokument eine Präsentation machen?

+

Ja, das ist sogar der bessere Start. Häng das Dokument an den Architektur-Prompt und lass die KI daraus die Folienstruktur ableiten, noch keine Folien. Eine Warnung dazu: Ein zwanzigseitiges Dokument wird nicht zu zwanzig Folien. Erst kürzen und gewichten, dann bauen lassen.

Wie bekomme ich Sprechernotizen in ein HTML-Deck?

+

Als eigenen Block pro Folie im HTML, der per Druckregel ausgeblendet wird. Deck und Notizen liegen dann in einer Datei, im PDF erscheint nur die Folie. Wer eine echte Referentenansicht braucht, nutzt reveal.js mit dem Notes-Plugin, gibt dafür aber die Ein-Datei-Regel auf.

Gibt es die Anleitung zum Mitnehmen?

+

Ja, als PDF. Workflow, alle vier Prompt-Bausteine, die Druckeinstellungen und die Checkliste mit 29 Punkten in einem Dokument. Kein Formular, keine Mailadresse, direkter Download über den Kasten weiter unten im Artikel.

Folien sind die kleinste Übung davon.

Wenn dieser Weg für dich funktioniert hat, funktioniert er für alles andere auch: für Angebote, für Videos, für ganze Abläufe, die dir bisher Stunden weggenommen haben. Die Frage ist nur, wo bei dir der größte Hebel liegt. Dreißig Minuten reichen meistens, um die Stelle zu finden.

Die Stelle finden, an der es hängt

199 Euro, 30 Minuten, per Video. Kein Verkaufsgespräch. Wenn ich denke, dass es bei dir nichts bringt, sage ich dir das im Gespräch.

Maik Schwede

Maik Schwede

Unternehmer. Bei swing2sleep hat er eine Produktkategorie mit entwickelt, die inzwischen mehrere hunderttausend Familien erreicht hat. Heute arbeitet er als Sparringspartner für Unternehmer, die an einem Punkt stehen, an dem der nächste Schritt nicht offensichtlich ist.

PräsentationenKI im BusinessHTML und CSSPowerPointCorporate DesignDatenschutzPromptingPDF-ExportDesignsystemWorkflowProduktivität

Schreib deinen Geschmack auf, dann muss ihn niemand mehr erraten. Auch keine Maschine.

Ich hoffe, es hilft dir weiter. Dein Maik